Wäre jedes vierte Auto, das derzeit pro Jahr vom Band läuft, ein Elektroauto, würden 175.000 Tonnen Lithium benötigt. Gefördert werden jedoch nur 32100 Tonnen. Und das zu einem hohen Preis, wie folgende Dokumentation zeigt.

 

Elektromobilität gilt als umweltfreundlich, sauber und nachhaltig. Doch die notwendigen Rohstoffe für die Akkus wie Lithium und Kobalt sind knapp und ihre Gewinnung ist mit ökologischen und sozialen Problemen verbunden. Die Dokumentation „Der wahre Preis der Elektroautos“ fragt nach, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen die Rohstoffe in Chile und im Kongo für die Elektroauto-Revolution gewonnen werden.

In Chile wird das Lithium aus Salzseen, den sogenannten Salares, gewonnen. Die Lagunen sind Heimat für die Andenflamingos, die es nur dort gibt. Mit dem großflächigen Abbau des Lithiums gehen deren Lebensräume verloren – die Flamingos sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Zudem verbraucht der Abbau des Leichtmetalls extrem viel Wasser. Sinkende Grundwasserspiegel machen die Landwirtschaft der indigenen Gemeinschaften an den Ufern der Salzseen unmöglich.

Im politisch instabilen Kongo werden etwa zwei Drittel der Weltproduktion an Kobalt gewonnen – von großen internationalen Rohstoffkonzernen genauso wie im Kleinbergbau. Und gerade dort sind die Bedingungen oft kritisch – Kinderarbeit ist in vielen Minen alltäglich.

Was aber könnten Alternativen bei der Rohstoffbeschaffung und bei der Produktion von Auto-Akkus sein? Diesen Fragen geht „planet e.“ am Ulmer Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung und beim Mineralienabbau im Erzgebirge nach.

(Quelle zdf.de)